Preise und Preiseigenschaften importieren

Dieses Kapitel erklärt an einem Beispiel den Import von Artikeldaten, zu denen auch Preise und Preisgültigkeiten gehören. Hierbei kommen Preisattribute zum Einsatz, welche sich in der Transformationskonfiguration des jeweiligen Katalogs definieren lassen. Preisattribute können verwendet werden, um neben den eigentlichen Preisen auch preisbeschreibende Lieferantenattribute zu importieren und diese auf Attribute aus dem Bereich „Preis“ zu mappen, welche wiederum Eigenschaften von Preisen (z. B. Gültigkeit) beschreiben. In diesem Beispiel wird ein Verkaufspreis nebst Gültigkeitsdaten importiert. Der Preis wird auf den entsprechenden iPIM-Preistyp gemappt, während der Gültigkeitsbeginn und das Gültigkeitsende auf die beiden iPIM-Preisattribute gemappt werden, welche den Gültigkeitsbeginn und das Gültigkeitsende von Preisen abbilden.

In diesem Beispiel wird die folgende Katalogdatei im .xlsx-Format importiert:

1. Katalog anlegen

In diesem Schritt wird ein Katalog vom Typ „Lieferantenkatalog“ angelegt:

INFO
Eine Auflistung der erforderlichen Rechte findet sich hier.
  1. In den Bereich „Kataloge“ gehen. Dazu auf den entsprechenden Reiter klicken.
  2. Auf den Katalog anlegen-Button klicken, um das entsprechende Dialogfenster aufzurufen.
  1. Über das „Katalogtyp“-Menü die Option „Lieferantenkatalog“ auswählen.
  2. Einen Katalognamen in das „Katalogname“-Feld eingeben.
  3. Über das „Lieferant“-Menü einen Lieferanten auswählen.
  4. Über das „Sprache“-Menü eine Katalogsprache auswählen. Dies bestimmt die Sprachebene, auf der Artikeldaten standardmäßig abgelegt werden.
  5. Über das „Kontext“-Menü die Kontextebene auswählen. Auf dieser Kontextebene werden Artikeldaten standardmäßig abgelegt.
  1. Über das „Benutzer“-Menü einen Benutzer auswählen.
  2. Über das „Import-Modus“-Menü die Option „Artikel per Datei importieren“ auswählen.
  3. Auf den Erstellen-Button klicken, um das Anlegen des Katalogs abzuschließen.Pfeil nach rechtsDas Dialogfenster schließt sich und eine Erfolgsmeldung wird eingeblendet.

2. Import konfigurieren

In diesem Schritt wird der Katalog konfiguriert:

INFO
Eine Übersicht der grundlegenden Rechte für die Verwendung der Importkonfiguration findet sich hier.
  1. Den Katalog aufrufen.Pfeil nach rechtsEs erfolgt eine Weiterleitung in die Katalogprozessübersicht.
  1. Auf „Import“ klicken. Pfeil nach rechts Es erfolgt eine Weiterleitung in die Importkonfiguration.
  1. Über das „Importmodus“-Menü den Importmodus „Vollsortiment“ auswählen. Dies ist der Importmodus für den Erstimport der Katalogartikel. Für alle Folgeimporte wird der Importmodus „Sortimentsänderung“ verwendet.
  2. Über das „Format“-Menü das Format für den Import von Katalodateien im .xlsx-Format auswählen (Excel 2007-20313 (XLSX)).
  3. In das „Arbeitsblattname“-Feld den Namen des Tabellenarbeitsblattes eingeben, auf dem sich die Artikeldaten befinden (in der Regel „Tabelle 1“).
  4. In das „Attributname in Zeile“-Feld die Nummer der Tabellenzeile eingeben, in der sich die Spaltenüberschriften mit den Attributnamen des Lieferanten befinden (in der Regel „1“).
  5. In das „Datenbereich beginnt in Zeile“-Feld die Nummer der Tabellenzeile eingeben, ab dem die eigentlichen Artikeldaten beginnen (in der Regel „2“).
  6. In das „Attribut mit eindeutigem Artikelschlüssel“-Feld den Namen der Tabellenspalte eingeben, in der sich der eindeutige Artikelidentifikator befindet (z. B. die Artikelnummer des Lieferanten).
  7. In das „Attribut mit Artikelbezeichnung“-Feld den Namen der Tabellenspalte eingeben, in dem sich die Artikelbezeichnung (des Lieferanten) befindet.
  8. Auf den Speichern-Button klicken, um die vorgenommenen Eingaben zu speichern. Pfeil nach rechts Es erscheint eine Erfolgsmeldung.
  9. Wieder in die Katalogprozessübersicht gehen. Dazu auf den Reiter „Katalogprozess“ klicken.

3. Import ausführen

In diesem Schritt wird die Katalogdatei importiert:

INFO
Eine Aufstellung der erforderlichen Rechte findet sich hier.
  1. In der „Import“-Karte auf die Schaltfläche Ausführen klicken, um das Dialogfenster zum Hochladen einer Katalogdatei aufzurufen.
  1. Die Importdatei über den Ablagebereich ziehen und die Datei dort ablegen. Oder auf den Dateien durchsuchen-Button klicken, um die Importdatei über den Dateimanager aufzurufen. Anschließend wird die Datei in den Zwischenspeicher geladen und der entsprechende Dateiname wird unterhalb des Ablagebereichs eingeblendet.
  2. Auf den Import starten-Button klicken, um den Artikelimport anzustoßen. Es erscheint eine Erfolgsmeldung. Die Artikel sind nun in das System geladen.

4. Transformation konfigurieren

In diesem Schritt wird die Transformation konfiguriert.

INFO
Um zu einer Auflistung der erforderlichen Rechte zu gelangen, hier klicken.
  • Auf „Transformation“ klicken, um die Transformationskonfiguration aufzurufen.

4.1. Preisattribut anlegen

In diesem Schritt wird ein Preisattribut angelegt:

  1. Zur „Preisattribute“-Karte scrollen.
  2. Auf den Hinzufügen-Button klicken, um das entsprechende Dialogfenster aufzurufen.
  1. In das „Titel“-Feld eine Bezeichnung für das Preisattribut eingeben.
  2. Über das „Preistyp“-Menü den iPIM-Preistyp auswählen, auf den der importierte Preis gemappt werden soll.
  3. Über das „Kontext“-Menü den Kontext auswählen, auf dem der importierte Preis abgelegt werden soll.
  4. In das „Beschreibung“-Feld gegebenenfalls eine Beschreibung für das Preisattribut eingeben.
  1. Auf den Speichern-Button  klicken, um das Anlegen des Preisattributs abzuschließen. Pfeil nach rechtsDas Dialogfenster schließt sich und es wird eine Erfolgsmeldung eingeblendet. Das Preisattribut ist nun angelegt. 

4.2. Lieferantenattribute mappen

In diesem Schritt werden die importierten Lieferantenattribute auf die entsprechenden iPIM-Supply-Attribute gemappt:

  1. Über das „Aktion auswählen“-Menü die Option „Neue Attributerkennung starten“ auswählen.
  2. Auf den Ausführen-Button klicken, um die Attributerkennung anzustoßen. Das entsprechende Dialogfenster öffnet sich. Hier werden in der Spalte „Lieferantenattribute“ die importierten Lieferantenattribute aufgelistet.
  1. Den einzelnen Lieferantenattributen in der rechten Spalte die jeweiligen iPIM-Supply-Attribute zuweisen. Dazu die iPIM-Supply-Attribute über die Menüs in der linken Spalte auswählen.  
  2. Auf den Speichern-Button klicken, um das Mappen der Lieferantenattribute abzuschließen. Das Dialogfenster schließt sich und die hergestellten Attributmappings werden in der Tabelle der Karte „Transformationsregeln“ angezeigt.

  • Der importierte Preis wird auf das zuvor erstellte Preisattribut „Sellingprice2207“ gemappt, damit der importierte Preis im Zuge der Synchronisation auf den dort definierten Preistyp geschrieben wird. Die beiden Gültigkeitsdaten werden auf die entsprechenden Hilfsattribute gemappt, damit deren Werte im Zuge der Synchronisation auf die iPIM-Attribute „IPIM_VALID_FROM“ und „IPIM_VALID_UNTIL“ geschrieben werden, welche die jeweiligen Eigenschaften des Preises abbilden (in diesem Beispiel sind die Hilfsattribute „Sellingprice2207@IPIM_VALID_FROM“ und „Sellingprice2207@IPIM_VALID_UNTIL“ ).
  • In diesem Beispiel wird von einer dreistufigen Produktstruktur bestehend aus den Ebenen „Produkt“, „Variante“ und „Artikel“ ausgegangen. Daher wird ein Attributmapping erzeugt, welches das Lieferantenattribut „Body color“ auf das iPIM-Attribut „variantkey“ mappt. Das Attribut „variantkey“ dient hier als Variantenschlüssel, welcher bei einer dreistufigen Produktstruktur für die Erzeugung von Varianten und Artikeln erforderlich ist.

4.3. Preiswährung festlegen

In diesem Schritt wird die Währung für das Preisattribut festgelegt:

  1. In der Karte „Transformationsregeln“ in der Zeile des Preisattributs „Sellingprice2207“ auf die Schaltfläche  klicken. Pfeil nach rechtsEs erfolgt eine Weiterleitung zur Mappingkonfiguration für das Attribut.
  1. Aus dem „Einheit“-Menü in der Karte „Lieferantenattribut zuordnen“ die gewünschte Einheit auswählen.
  2. Auf den Speichern-Button klicken, um die vorgenommene Einstellung zu speichern. Pfeil nach rechts Es wird eine Erfolgsmeldung eingeblendet. 
  3. Auf den Zurück-Button klicken. Pfeil nach rechts Es erfolgt eine Weiterleitung zurück zur Transformationskonfiguration.

4.4. Artikelnamen lokalisieren

In diesem Schritt wird für das lokalisierte Zeichenkettenattribut „Produktname“, welches den Artikelnamen abbildet, neben der Standardkatalogsprache „Englisch“ noch „Deutsch“ als eine weitere Sprachebenen festgelegt, damit der importierte Artikelname auch auf diese Sprachebene des Attributs geschrieben wird:

  1. In der Karte „Transformationsregeln“ in der Zeile des Attributs „Produktname“ auf die Schaltfläche  klicken. Pfeil nach rechtsEs erfolgt eine Weiterleitung zur Mappingkonfiguration für das Attribut.
  1. Auf den Hinzufügen-Button klicken, um einen neuen Satz von Eingabefeldern einzublenden.
  2. Aus dem linken Menü das importierte Lieferantenattribut erneut auswählen.
  3. Aus dem rechten Menü die Sprachebene „Deutsch“ auswählen.
  4. Auf den Speichern-Button klicken, um die vorgenommene Einstellung zu speichern. Pfeil nach rechts Es wird eine Erfolgsmeldung eingeblendet. 
  5. Auf den Zurück-Button klicken. Pfeil nach rechts Es erfolgt eine Weiterleitung zurück zur Transformationskonfiguration.

4.5. iPIM-Kategorie mappen

Um im vierten Schritt des Katalogprozesses eine Synchronisation durchführen zu können, ist es erforderlich, ein Attributmapping auf eine Kategorie der iPIM-Primärtaxonomie zu erzeugen. Dazu wird im ersten Schritt ein leeres Mapping auf die Primärtaxonomie angelegt. Anschließend wird eine Bereinigungsregel eingerichtet, welche dafür sorgt, dass die importierten Artikel bzw. die daraus erzeugten Produkte der Kategorie „Kaffeemaschinen“ der Primärtaxonomie zugeordnet werden.

4.5.1. Leeres Attributmapping erzeugen

In diesem Schritt wird ein leeres Attributmapping auf die iPIM-Primärtaxonomie erzeugt:

  1. Auf den Hinzufügen-Button unterhalb der „Transformationsregeln“-Tabelle klicken. Das entsprechende Dialogfenster öffnet sich.
  1. Über das Menü in der Spalte „iPIM-Supply-Attribut“ die iPIM-Primärtaxonomie auswählen.
  2. Über das Menü in der Spalte „Lieferantenattribut“ die Option „<Leer>“ auswählen.
  3. Auf den Speichern-Button klicken, um das Erstellen des Attributmappings abzuschließen. Das Dialogfenster schließt sich und das neu erstellte Attributmapping wird in der Tabelle angezeigt.

4.5.2. Bereinigungsregel konfigurieren

In diesem Schritt wird die Bereinigungsregel erzeugt, welche dafür sorgt, dass die importierten Artikel bzw. die daraus erzeugten Produkte der Kategorie „Toaster“ der Primärtaxonomie zugeordnet werden. Hierfür wird eine Bereinigungsregel des Regeltyps „Bedingte Attributwertsetzung“ verwendet. Die Bereinigungsregel wird dahingehend konfiguriert, dass Artikel, bei denen das Attribut „Gerätetyp“ den Wert „Coffee maker“ aufweist, in die Kategorie „Kaffeemaschinen“ der Primärtaxonomie einsortiert werden:

  1. Nach unten zum Abschnitt „Bereinigungsregeln“ scrollen.
  2. Über das „Regeltyp auswählen“-Menü die Option „Bedingte Attributwertsetzung“ auswählen.
  3. Auf den Hinzufügen-Button klicken. Das entsprechende Dialogfenster öffnet sich.
  1. Einen Namen für die Bereinigungsregel in das „Titel“-Feld eingeben.
  2. Falls nicht bereits eingestellt, über das „Reihenfolge“-Menü die Option „Nach Transformation“ auswählen, damit sich die Bereinigungsregel nur auf die transformierten iPIM-Supply-Attribute auswirkt.
  3. Über das „Attribut“-Menü das iPIM-Supply-Attribut auswählen, dem der Zielwert zugewiesen wird. In diesem Fall ist dies das Attribut, welches die Zugehörigkeit zu einer Kategorie der Primärtaxonomie abbildet.
  4. Falls nicht bereits angehakt, einen Haken bei der „Regel aktivieren“-Checkbox setzen, damit die Bereinigungsregel im Zuge der Transformation ausgeführt wird.

Dieser Screenshot zeigt die grundlegende Konfiguration der Bereinigungsregel sowie die Konfiguration einer Teilregel, die dafür sorgt, dass Artikel, bei denen das iPIM-Supply-Attribut „Gerätetyp“ den Wert „Coffee maker“ besitzt, in die Kategorie „Kaffeemaschinen“ einsortiert werden.
  1. Über das Menü „Zu vergleichenes Attribut“ das Vergleichsattribut auswählen. Der Wert dieses Attributs wird mit einem Vergleichswert abgeglichen. In diesem Fall ist dies das Attribut „Gerätetyp“.
  2. Über das „Operator“-Menü die Option „=(gleich)“ auswählen, um festzulegen, dass der Wert des Vergleichsattributs dem Vergleichswert entsprechen muss.
  3. Über das „Vergleichstyp“-Menü die Option „Konstante“ auswählen, um festzulegen, dass der Wert des Vergleichsattributs mit einem festen Vergleichswert abgeglichen wird.
  4. In das Feld „Zu vergleichender Wert“ den Vergleichswert eingeben. In diesem Fall ist das der Wert „Coffee maker“.
  5. Über das „Zieltyp“-Menü die Option „Konstante“ auswählen, um festzulegen, dass dem Zielattribut ein fester Wert zugewiesen wird.
  6. Über das „Zielwert“-Feld den Zielwert festlegen. Dieser Zielwert wird dem Zielattribut zugewiesen. In diesem Fall ist das die Zielkategorie der Primärtaxonomie, welche sich über das entsprechende Menü auswählen lässt.
  7. Auf den Speichern-Button klicken, um das Einrichten der Bereinigungsregel abzuschließen. Das Dialogfenster schließt sich und es wird eine Erfolgsmeldung eingeblendet.

5. Transformation ausführen

In diesem Schritt wird die Transformation ausgeführt, um die Lieferantenattributwerte gemäß der vorgenommenen Konfiguration auf die entsprechenden iPIM-Supply-Attribute zu schreiben:

  1. Zurück in die Katalogprozessübersicht gehen. Dazu auf den Reiter „Katalogprozess“ klicken.
  1. In der Karte „Transformation“ auf die Schaltfläche Ausführen klicken.  Es erscheint ein Eingabeaufforderungsfenster.
  2. Auf den Ja-Button klicken, um die Transformation anzustoßen. Nachdem die Transformation abgeschlossen ist, wird eine Erfolgsmeldung eingeblendet. Anschließend kann mit den Katalogprozessschritten „Freigabe“ und „Synchronisation“ fortgefahren werden, um die entsprechenden Produkte in iPIM zu erzeugen. Nach der abgeschlossenen Synchronisation sind die Produkte im iPIM Portal einsehbar. Der importierte Preis und dessen Gültigkeiten sind im Reiter „Preise“ der „Produktdetails“-App sichtbar.